Rubjerg Knude Fyr bei Lønstrup in Nordjütland/Dänemark‎

Als der Leuchtturm zwischen Lønstrup und Løkken im Nordwesten Jütlands im Jahr 1900 in Betrieb genommen wurde, ahnte wohl kaum jemand, welches außergewöhnliche Schicksal diesem widerfahren sollte. Bereits zehn Jahre später begann sich eine Düne zu bilden. Genährt durch den Wind, der von Westen her den Sand der Steilküste hinauf blies und diesen vor dem Leuchtturm mit seinen Nebengebäuden ablagerte.
Man versuchte mit zunehmender Verzweiflung, den Sand fortzuschaffen. Irgendwann war die Düne zwischen Leuchtturm und Meer so hoch, dass das Leuchtfeuer vom Meer aus nicht mehr zu sehen war. Der Betrieb des Leuchtturms wurde eingestellt. Die Düne - Rubjerg Knude - wuchs und wanderte weiter, so dass schließlich auch die Nebengebäude aufgegeben werden mussten. Alles versank in der gigantischen Düne, aus der nur noch der Leuchtturm herausragte.
Mittlerweile ist Rubjerg Knude über die Gebäude hinweggewandert, so dass der Turm wieder freisteht und die Grundmauern der Nebengebäude wieder zu sehen sind. Man könnte also alles wieder aufbauen und das Leuchtfeuer wieder entfachen. Allerdings wird in einigen Jahren ohnehin alles von der Steilküste ins Meer stürzen.

Die Wanderdüne Rubjerg Knude und der Leuchtturm bilden ein einzigartiges imposantes Ensemble. Die Silhouette dieses Schauspiels beherrscht die Umgebung und man entdeckt unendlich viele spannende Perspektiven auf Düne und Leuchtturm. Abhängig vom Wetter, vom Standort und von der Tageszeit ergeben sich eine schier unerschöpfliche Fülle von Eindrücken, an denen man sich kaum sattsehen kann. Die Menschen auf der Düne wirken aus der Ferne wie Ameisen. Steht man selber dort oben, dem Wind schutzlos ausgesetzt und die Weiten der Nordsee auf der einen und Jütlands auf der anderen Seite vor Augen, bekommt man Ehrfurcht und Respekt vor der Großartigkeit der Natur.
Die Gegend wird geprägt vom unbarmherzigen Gestaltungsdrang der Naturkräfte. Denn die Stelküste wandert unaufhaltsam nach Osten, verschlingt Ferienhäuser und sogar einen alten Friedhof, Rubjerg Knude begräbt auf seinem Weg Richtung Nordosten alles unter sich und den Menschen in dieser Gegend bleibt nichts anderes übrig, als sich mit diesen Naturgewalten zu arrangieren.
Dem Besucher schenkt diese Gegend jedoch unvergessliche Naturerlebnnisse.
(Alle Bilder: Olympus OM-D E-M1 mit ZUIKO DIGITAL ED 50-200mm 1:2.8-3.5 und OM-D E-M5 mit M.ZUIKO DIGITAL ED 12-40mm 1:2.8.)

Rubjerg Knude Fyr 02.-07. November 2014

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Rubjerg Knude und der Leuchtturm in der Morgensonne. Rubjerg Knude und der Leuchtturm in der Morgensonne. Rubjerg Knude und der Leuchtturm in der Morgensonne. Blick vom Strand bei Lønstrup. Rubjerg Knude wandert weiter und gibt die Reste der Gebäude wieder frei. Rubjerg Knude wandert weiter und gibt die Reste der Gebäude wieder frei. Blick vom Strand bei Lønstrup. Blick in den Abgrund: hoch über die Nordsee erhebt sich die Wanderdüne Rubjerg Knude bei Lønstrup. Rubjerg Knude und der Leuchtturm in der Abendsonne. Leuchtturmanbeter?! Der südliche Ausläufer der Wanderdüne Rubjerg Knude im Licht der untergehenden Sonne.